Kameras
Als im 19. Jahrhundert die Fotografie ihre ersten Schritte tat, konnte natürlich keiner wissen, dass dadurch eine neue Ära eingeläutet wurde. So wurde es nicht nur möglich einen Teil unserer Geschichte in Bildern festzuhalten, sondern es wurde sogar eine neue Kunst geboren, die bis heute noch Bestand hat.
Dank der Fotografie wurde es plötzlich möglich Dinge zu sehen, die man sonst niemals vor den Augen bekommen hätte. Gerade in Zeiten, in denen da Reisen noch beschwerlich und gefährlich war, konnte man auf einmal Menschen und Orte bestaunen, die von weit entfernten Ländern kamen und den eigenen Horizont erweiterten. Wurde die Fotografie anfangs vor allem für Porträts benutzt, kam es im Laufe der Jahre immer mehr zur Erweiterung des Nutzen: von Nacktfotografie, über Kunstfotos bis hin zum journalistischen Bereich, wo man geschichtliche Ereignisse für nachkommende Generationen festhalten konnte.
Waren die Fotokameras zu Beginn ihrer Entwicklung noch riesige Kästen, die schwer handzuhaben waren und oftmals nicht richtig funktionierten, wurden sie mit der Zeit immer kleiner und einfacher zu bedienen. Heute, in Zeiten in denen Fotos nur noch aus Bits und Bytes bestehen, gibt es Kameras, die nicht größer als ein Finger sind. Brauchte man früher noch eine Ausbildung, um die Geräte zu benutzen und die Fotos zu entwickeln, kann heute jedermann fotografieren und die Ergebnisse seiner Fotosessions auf speziellen Internetplattformen posten und sie jedermann zugänglich machen. Auch haben die frühen Anfänge der Kameras die Entwicklung der bewegten Bilder erlaubt, die gegenwärtig das tägliche Leben prägen, manche würden sogar sagen überfluten.
Die Kameras sind inzwischen ein Teil unseres Kommunikationszeitalters geworden, in dem nicht das Wort, sondern das Bild immer mehr zum Mittel dieser Kommunikation wird. Nicht umsonst steckt in jedem Handy heute auch eine kleine Kamera, und so scheint sich der Spruch „ein Bild sagt mehr als tausend Worte“ immer weiter zu bewahrheiten.